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| Mit den "ersten Exemplaren" (v.
l.): Landrat Dr. Kai Zwicker, Maria Elisabeth Möllers,
Kreisheimatpfleger Alfred Janning, Dr. Andreas Kossert und Markus
Trautmann, Historiker. Foto: Manfred Elfering |
Die Lebensgeschichten ihres Buches sind, angereichert mit Fotos und
Dokumenten verschiedener Art, auch als Beitrag zur Sozialgeschichte des
Alltags zu lesen - mit persönlichen "Mosaiksteinen" aus der Fülle der
Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts. Das ist mit ein Grund, warum
unter den 24 Menschen, die aus ihrem Leben erzählen, neben denen aus
Danzig, Ostpreußen, Posen, Niederschlesien, Oberschlesien und dem
Sudetenland auch drei nicht Vertriebene als "Alt eingessene" zu Wort
kommen.
Menschliche Begegnungen
"Ich war fremd..." ist ein Erinnerungsbuch, aber immer seien dabei
die menschlichen Begegnungen die Brücke zu der oft schwer zu
durchdringenden Vergangenheit gewesen, so Möllers, die sich dem Begriff
"Heimat" auf facettenreiche Weise näherte: "Heimat, ein Wort, das keinen
Plural bildet, wird persönlich und das heißt unverwechselbar erlebt und
im Verlust unverwechselbar erlitten" - ihr Buch legt eindrucksvoll
Zeugnis davon ab.
Doppelte "Taufe"
Die einführenden Worte zur "Taufe" sowohl des Buches als auch der neuen
Schriftenreihe sprach Prof. Ludger Kremer als Vorsitzender der
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes.
Er moderierte auch den weiteren Verlauf des Mittwochabends im
Fürstensaal von Schloss Ahaus.
Dr. Andreas Kossert, Deutsches Historisches Institut in Warschau,
stellte in seinem Vortrag das Buch "Ich war fremd...", dessen Vorwort er
selbst verfasst hat, in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Münsterland Zeitung vom 26.022
Auch Landrat Dr. Kai Zwicker zeigte sich beeindruckt von dem
Ergebnis: "Ich freue mich besonders, dass es gelungen ist, die
lebendigen Erinnerungen von Zeitzeugen auch für kommende Generationen
festzuhalten."
Zeitzeugen gehört
Maria Elisabeth Möllers brachte ihr Bedauern darüber zum Ausdruck,
dass einige der befragten Zeitzeugen das fertige Werk nicht mehr in den
Händen halten können. Und: "Gewidmet ist das Buch den Menschen, die als
Fremde ins Westmünsterland kamen, hier blieben, hier lebten und
arbeiteten und starben, bevor sie ihre Geschichte haben erzählen
können." Quelle:Münsterland Zeitung vom 26.02.2010
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