Dürfen Westmünsterländer eine eigene Identität haben?
Diese Frage eines Zuhörers seines Vortrages über das Thema "Das Westmünsterland als geographisch-politisch-kultureller Raum: Zur Entstehung und Bedeutung eines Landschaftsnamens" beantwortete der Referent, der Vorsitzende der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes Professor Ludger Kremer, mit einem eindeutigen Ja.


Kremer zeigte in seinem Vortrag am Donnerstag, den 24. November 2011, in der Villa van Delden in Ahaus auf, dass sich sowohl geographisch als auch volkskundlich und kulturell in der Geschichte das Westmünsterland von seinem Umland etwa auf das Gebiet des heutigen Kreises Borken abgrenzen lasse, wies aber auch darauf hin, dass diese Grenzen heute vielfach fließend geworden oder sogar gänzlich aufgehoben seien, sodass man eher vom westlichen Münsterland sprechen könne, das auch Teile der Kreise Steinfurt, Coesfeld und Recklinghausen umfasse. Wer aber mittendrin wohne, brauche um seine eigenständige Identität nicht zu fürchten, wenn er sich denn dazu bekenne.

Der durchaus ernstzunehmende Vortrag zeigte zugleich ein gewisses Dilemma der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen (nicht West-) Münsterlandes auf, die sich zwar im Wesentlichen auf das Westmünsterland konzentriere, dabei aber das westliche Münsterland durchaus im Blick behalte.
Das mochte denn auch die Zuhörer aus Gronau, Heek, Legden und eben auch Ahaus, dessen Heimatverein mit seinem Vorsitzenden Karl-Heinz Hemsing zu diesem Vortrag eingeladen hatte, gefallen, die nicht nur am Rande dem Westmünsterland angehören wollen.
ZURUECK