Vortrag zur Geschichte des Begriffs „Heimat“ im Stadtmuseum Borken.
Missbraucht, verpönt – und wiederentdeckt: Der Begriff „Heimat“ hat in Zeiten
der Globalisierung offenbar wieder Konjunktur. Was steckt dahinter? Und was ist
mit dem Wort überhaupt gemeint? Meinen alle dasselbe, wenn sie das Wort
verwenden? Ist das nicht ein Begriff von „vorgestern“, der nach Biedermeier und
röhrendem Hirsch riecht, nach Dorfklüngel und selbsternanntem Paohlbürgertum?
Der Schriftsteller Martin Walser hat in den aufmüpfigen 60er Jahren formuliert:
„Heimat, das ist sicherlich der schönste Name für Zurückgebliebenheit.“ Passt
also Heimat überhaupt noch zu einer offenen Gesellschaft?
Der Historiker und Buchautor Gisbert Strotdrees,Redakteur beim Landwirtschaftlichen
Wochenblatt Westfalen-Lippe und Lehrbeauftragter an der Universität Münster,
wird im Stadtmuseum Borken am kommenden Mittwoch, den 12. Oktober Interessantes
und bislang Unbekanntes aus der Geschichte des umstrittenen Begriffs berichten
und heutige Verständnisweisen erörtern.
In Kooperation mit der Gesellschaft für historische Landeskunde
des westlichen Münsterlandes laden Heimatverein, Volkshochschule und
Stadtmuseum Borken im Rahmen der Reihe „Geschichte ist mehr“ herzlich zu diesem
Vortrag ein.