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GhL-Projekt Politische Denkmäler im Westmünsterland

 

 In den letzten Jahren hat das Interesse an sogenannten politischen Denkmälern stark zugenommen. Unter dem Begriff werden all jene Denkmäler im öffentlichen Raum zusammengefasst, die an Ereignisse oder Personen erinnern, die im allgemeinen Bewusstsein eine große Bedeutung einnehmen und nicht religiöser Natur sind (obwohl die Grenze hier manchmal fließend ist). Dazu gehören beispielsweise Kaiser-Wilhelm- oder Bismarck-Denkmäler, Objekte, die an die Kulturkampfzeit erinnern, Kriegerdenkmäler, Kriegsgefangenen- oder Vertriebenenmahnmale, Erinnerungen an die deutsche Teilung, Mauer-Bruchstücke usw.

 

 Ziel des Projektes ist es, die politischen Denkmäler im Westmünsterland zu ermitteln, zu beschreiben und zu erklären, und zwar vor allem die jetzt vorhandenen, nach Möglichkeit aber auch die vorhanden gewesenen und die nur geplanten, aber niemals gebauten.

 

 Die Zahl der Denkmäler ist begrenzt, mit diesem Projekt wird also keine unendliche Geschichte begonnen. Sie wurden bislang auch nirgends systematisch erfaßt und beschrieben, so dass auch keine Gefahr einer Wiederholung längst publizierter Kenntnisse besteht.

 

 Als zeittypischer, bewusst gestalteter Ausdruck einer Geschichtssicht sind Denkmäler herausragende Geschichtsquellen, die bisher sehr wenig genutzt werden.

 

Auch der Umgang mit Denkmälern, z. B. die Veränderung oder Umsetzung, der Abbau, die Vernachlässigung, auch eventuelle Riten im Umfeld wie Kranzniederlegungen, Fackelzüge und Feiern, erscheint erforschenswert, wie auch schließlich die Frage nach der Nichtexistenz von Denkmälern: Warum sind hier z. B. Bismarck-Denkmäler so selten? Oder: Was wurde aus den NS-Denkmälern?

 

 In der regionalen Zusammenschau können Parallelen sichtbar werden, die vielleicht westmünsterland-typisch sind und unsere Gegend nicht nur von den Niederlanden (das ist ja zu erwarten), sondern auch schon vom benachbarten Niederrhein unterscheidet.

 

 Die Erfassung der Denkmäler erfolgt in Zusammenarbeit mit den Heimatvereinen unserer Region, denn sie sind am besten mit der jeweiligen lokalen Situation vertraut. Die Ergebnisse sollen in einer Buchveröffentlichung vorgelegt werden, die neben der möglichst vollständigen Auflistung eine Reihe von analysierenden Aufsätzen enthält.

 

Kontaktpersonen:

Ingeborg Höting M.A.
Thomas Ridder M.A.
(info@ghl.westmuensterland.de)

Aktuelles & Termine

01.09.2018
Herbsttagung im Haus Wilmers in ...
Die Herbst-Tagung 2018 der GhL befasst sich mit dem Thema: „Die Revolution 1918/19 und die Anfänge der Demokratie im Westmünsterland“.

26.04.2018
Seminar: Barock in Gemen
Auch in diesem Jahr bietet Dr. Ulrich Reinke wieder ein Tagesseminar zur Architektur- und Stilgeschichte an.

18.04.2018
Mitgliederversammlung 2018
Am Samstag, 24. März 2018, 11.00 Uhr fand in Vreden im kult unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Bruno Fritsch die Mitgliederversammlung 2018 statt.